Im Oktober ist die Zahl der Neuzulassungen in Europa um elf Prozent gestiegen, wie der Branchenverband ACEA mitteilt. In den ersten zehn Monaten des Jahres bauten viele Volumenmarken ihre Marktanteile aus.
Brüssel, 13.11.2009 - Die Autohersteller haben in Europa im Oktober weiter von staatlichen Subventionen profitiert. Die Zahl der Neuzulassungen sei in ganz Europa um elf Prozent auf 1,26 Millionen Fahrzeuge geklettert, teilte der Verband der europäischen Automobilhersteller (ACEA) am Montag in Brüssel mit. Damit konnte das Minus im Jahresverlauf auf fünf Prozent eingedämmt werden. Insgesamt wurden im Zeitraum von Januar bis September 12,21 Millionen Autos ausgeliefert. Die größten Zuwächse gab es dabei im vergangenen Monat in Großbritannien (+31,6 Prozent), Spanien (+26,4) und Deutschland (+24,1), dem größten Automarkt in Europa.
In Deutschland dürften die Zuwächse in den kommenden Monaten geringer ausfallen, da die Abwrackprämie im Sommer ausgelaufen ist. Im Oktober wurden allerdings noch zahlreiche Autos ausgeliefert, deren Kauf mit der staatlichen und volkswirtschaftlich umstrittenen Prämie in Höhe von 2500 Euro gestützt wurde. Während der Absatz in Westeuropa, wo der Verkauf zuletzt in den meisten Ländern staatlich gestützt wurde, im Oktober deutlich anzog, ging er in den neuen EU-Ländern deutlich zurück.
In den ersten zehn Monaten des Jahres konnten die Autohersteller nur in Deutschland (plus 25,9 Prozent), Österreich (+6,3) und Frankreich (+4,2) mehr Autos verkaufen - allesamt Länder, die früh mit staatlichen Stützungsmaßnahmen den im Zuge der Weltwirtschaftskrise kollabierenden Autoabsatz gestützt haben. Unter den Herstellern profitierte vor allem Volkswagen von den Programmen. Der Marktanteil des größten europäischen Herstellers, dessen Absatz um 0,7 Prozent auf knapp 2,6 Millionen sank, stieg in den vergangenen zwölf Monaten von 20,4 Prozent auf zuletzt 21,3 Prozent.
Ebenfalls zulegen konnte der italienische Hersteller Fiat, dessen Marktanteil im gleichen Zeitraum von 8,0 auf 8,8 Prozent zulegte. Ebenfalls etwas besser als der Gesamtmarkt schnitten in den ersten zehn Monaten PSA Peugeot Citroen, Ford, Renault , Nissan, Hyundai , Suzuki und Kia ab.
Deutliche Abschläge beim Absatz und Marktanteil mussten dagegen die vor allem auf teure Fahrzeuge spezialisierten Anbieter wie BMW und Daimler hinnehmen. Der Marktanteil BMWs sank auf 4,9 (Vorjahr: 5,6) Prozent - derjenige Daimlers auf 4,8 (5,4) Prozent.
Quelle: Automobilwoche (dpa-AFX/gem)
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